Donnerstag, 31. Januar 2013

Sunset am TeMataPeak

29.01.2013

Nach dem missglückten Wochenendausflug haben Michi und ich uns gedacht, dass wir mal wieder etwas schönes brauchen.

Der TeMataPeak ist ein Felsen, der Aussieht wie ein schlafender Riese.
Von Oben hat man die Möglichkeit wunderschöne Sonnenuntergänge zu betrachten und zu genießen. Michi durfte sich das Auto ihrer Tante leihen und so machten wir uns Dienstagabend auf zum Sonnenuntergang.
Wir waren etwas knapp dran. Deshalb sind wir dann den ganzen Weg mit dem Auto hinauf gefahren. Oben angekommen, haben wir einfach nur die Ruhe und die Schönheit des Moments genossen.














Das Auto war eine Art Attraktion für die Schafe. Denn sie haben sich alle ganz genüsslich grasend zu dem Auto gesellt. Oder der Herdentrieb kam durch und sie wollten das Auto nicht so ganz alleine dort "weiden" lassen? Wer weiß! Auf jeden Fall war es sehr putzig. Wir haben zum Glück keines über den Haufen gefahren.
Und zurück ging es ins Hostel und vorbei war es mit der Ruhe ;)

Auf in die Kiwis!

Nach 2 1/2 Wochen entspannen und Nichts-Machen hab ich zum Glück wieder einen Job gefunden.
So richtig typisch neuseeländisch arbeite ich jetzt schon 4 Wochen auf einer Kiwiplantage.
Mit dem Kopf im Nacken ging es dann Kiwipflanzen-Reihen rauf und runter. Zunächst haben wir die jungen Asttriebe weggeschnitten. Danach machten wir uns daran, zu kleine und kaputte Kiwis herauszusammeln. Die anfänglichen Nackenschmerzen haben sich mehr oder weniger gelegt. Aber an diese Arbeitshaltung kann ich mich auch nach der dritten Woche nicht gewöhnen.



Jeden Morgen fahren Michi und ich mit dem Bus zur Arbeit. Diese Woche habe ich es endlich geschafft auch mein Buch mitzunehmen und zu lesen. Das Busfahren erinnert mich irgendwie an die Zeit, wo ich morgens, jedes Mal aufs Neue, hektisch mein Frühstück beendete, mich anzog und zum "809er" rannte, um pünktlich in der Schule zu sein.
(Mami? Papi? mir fehlen eure Blicke und die Frage: "Warum muss es morgens immer so hektisch sein?") ...
Jetzt ist es morgens immer ganz unhektisch :P
Ich habe dazu gelernt....bzw. kann ich euch morgens nicht mehr so schön an meiner "Morgen-Muffeligkeit" teilhaben lassen. Dies nahm immer so viel Zeit in Anspruch :D


Da wir von der Bushaltestelle immer noch ein kleines Stückchen gehen müssen und oft genug unsere Arbeitskollegen mit dem Auto vorbeikommen, kommt es auch mal vor, dass man sich auf der Ladefläche eines PickUps wieder findet :) Ein bisschen Wind am Morgen macht doch wach! Oder Michi? ;)



Manchmal kommt uns jedoch erschwerend das Wetter in die Quere.
Vor ein paar Jahren hat das sogenannte PSA-Virus Millionen von Kiwipflanzen kaputt gemacht. Da der Virus immer noch kursiert und bei Regen das Risiko höher ist, dass die Pflanzen krank werden, können wir dann nicht arbeiten. In der zweiten Woche hat es leider jeden Tag geregnet und somit hatten wir nicht so gute Arbeitsstunden, dafür aber viel Freizeit :)

Aus ein paar Tagen, die für den Job vorgesehen waren, werden wohl 5 Wochen werden. Das ist natürlich gut, um Geld zu sparen :) Jedoch nicht für das Wohlbefinden.
Die letzten Tage kam ich mit schmerzenden Rücken nach Hause und dachte, dass ich keinen weiteren Tag mehr aushalte. Zum Glück ist nun auch die vierte Woche geschafft. Als Belohnung ging es dann noch an den Fluss, um die Füße abzukühlen!



Samstag, 26. Januar 2013

Silvester in Wellington!

31.12.2012

Nach der Arbeit in den Apfelbäumen und den sehr merkwürdigen Weihnachtsfeiertagen sehnte ich dem Silvesterwochenende entgegen, denn ich war mit den Zwillingen aus Dresden, dem Sebastian, der Sabine und der Christina schon sehr lange verabredet, um zusammen Silvester in Wellington zu verbringen. Mit Michi zusammen ging es dann am 30.12.2012 auf in die windige Hauptstadt. 
Am Silvesterabend haben wir uns alle hübsch gemacht, um gemeinsam ein typisches "Kiwi-Dinner" zu genießen. Hier in Neuseeland ist es üblich, dass jeder etwas zu einem gemeinsamen Abendbrot mitbringt und man dann ein bunt zusammengewürfeltes Angebot an Speisen hat. Auch wir hatten viele Leckereien zusammengetragen und machten uns hungrig über das Essen her.











Zum Nachtisch gab es dann noch ganz leckeren Schokokuchen....
Auf den Kuchen, mit den Löffeln, Krümelschlacht!






Kurz vor Mitternacht sind wir dann runter zur Waterfront, um uns das angekündigte Feuerwerk anzuschauen. Doch wie wir alle wissen, ist Wellington ja bekannt für seinen Wind....
und oh Wunder oh Wunder war es auch an dem Abend leider zu windig und das Feuerwerk fiel aus.
Dies störte uns zum Glück weniger, denn es war auch so ein gelungener Abend. Nach dem Countdown ins neue Jahr, 12 Stunden früher als in Deutschland, haben wir noch mit Sekt angestoßen. Eigentlich ist es in Neuseeland verboten in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken.... Aber mit einem Verstoß gegen die Regeln lässt sich das neue Jahr doch gut einleiten :)


Nach einer Runde springen in den Hüpfquadraten und feiern im Club führten uns unsere Wege müde aber glücklich in unsere Betten.
Ein unvergesslicher Abend! Danke meine Lieben :)





Mittwoch, 16. Januar 2013

26.12.2012 BoxingDay

Wo wir in Deutschland ganz entspannt und vollgefuttert noch die Reste der letzen beiden Tage verspeisen, macht sich ganz Neuseeland auf zum Shoppen. Mega-Rabatt-Aktionen laufen den ganzen Tag und man boxt sich wirklich von einem Laden zum Nächsten und von einem Schnäppchen zum Anderen. Ich habe eine neue Sonnenbrille und eine kleine Handtasche erstanden :)
Wie auch die anderen Tage was ganz anderes. So soll es sein, wenn man schon mal so lange weg ist von zu Hause :)

Fahrradtour nach Clifton

29.12.2012

Da Michi und ich nicht arbeiten mussten, hatten wir Zeit, um uns ein bisschen sportlich zu betätigen. Unser Ziel war Clifton. Das liegt ca. 20 Kilometer von Hastings entfernt. Es war eine schöne Tour durch Havelock, Weinplantagen, entlang eines Flusses und schließlich entlang des Pazifiks. 











In Clifton angekommen, gönnten wir uns ein Lunch in einem sehr netten Restaurant. Eigentlich wollten wir dann noch zum CAPE KIDNAPPERS. Das Problem war nur, dass wir ziemlich Blond die Flut und Ebbe Zeiten gelesen haben. Wir dachten, wir können um halb 4 noch einmal los laufen....NEIN! Man hätte spätestens um halb vier wieder da sein müssen....so verbrachten wir noch ein paar schöne Stunden am Strand ;)

Und Pipi kann man hier auf jeden öffentlichen Toiletten, wo man nicht erst 50 Cent zahlen muss und wo man nicht vor Eckel wieder herausrennt! Das wollte ich schon immer mal erzählen, dass wir uns da was von den Neuseeländern abgucken können!

Der erste Weihnachtsfeiertag am Strand :)

Ein unsanftes Wecken von einem siebenjährigen Cousin gehört nicht zu den typischen Dingen, die an einem 25.Dezember morgens normaler Weise passieren. Doch nach genau diesem Geschehnis befand ich mich zusammen mit Michi und den anderen Dreien, im Schlafanzug am Frühstückstisch wieder.
Es gab knusprige Brötchen, wie in Deutschland, sehr leckere Croissants, wie in Frankreich und Lachs! Bunt zusammen gewürfelt, so wie es sich für Neuseeland gehört :)
Und als Backpacker, wie ich einer bin, das größte Paradies auf Erden.

Wie alle kleinen Kinder, war auch Dominik, Michi´s Cousin, sehr sehr aufgeregt und wollte endlich Geschenke auspacken. Er war sehr geduldig mit uns gewesen während des Frühstücks.

Hier in Neuseeland wird nämlich am 25. Weihnachten zelebriert. Morgens gibt es dann die vom Santa gebrachten Überraschungen zum Auspacken. Im Laufe des Tages kommt dann die Familie, so wie auch bei uns, zusammen. Gemeinsam werden dann Ham und viele andere Leckereien verspeist.

Zurück zu unserem Hampelmann. Dominik hat als Kind einer Deutschen und eines Kiwi´s das Glück zweimal Geschenke auspacken zu können. Am Abend zuvor wurden ja schon alle deutschen Geschenke ausgepackt und an diesem Morgen folgten dann noch die Kiwi-Geschenke.

Für mich gab es ganz leckere 85%Cacao Schokolade. Michi hat den neuseeländischen Film "Das Klavier" - "The Piano" bekommen.
Nach der zweiten Bescherung ging es für uns beide noch einmal ins Bett, um genau diesen zu schauen.

Das Wetter wurde noch richtig schön. Denn es war sehr sehr trübe und regnerisch, dies hatte ich bis jetzt verschwiegen. Die Sonne vertrieb alle Wolken und somit war es beschlossene Sache, dass ich mit den Leuten aus dem Hostel zum Strand fahre. Michi konnte leider nicht mit, da sie mit ihrer Familie zum Skypen verabredet war.

Nachdem alles in den Autos verstaut war, machten sich viel zu viele Argentinier, 2 Schwedinnen, 1 Franzose, ein kanadisches Pärchen und ich als einzige Deutsche auf, um, für wenigstens die letzten 4 genannten Nationen, ein außergewöhnliches Weihnachten am Strand mit Sonne und im Bikini zu verbringen.

MERRY CHRISTMAS!!!!!



Nach einer viel zu andauernden Serpentinfahrt und einer Wanderung über einen Berg, um an den Strand zu gelangen, sprinteten wir nur so in den Ozean, der sich vor uns von seiner schönsten Seite zeigte :)


Es gab genügend Holz am Strand. Da war es ein Leichtes ein wunderschönes riesiges Lagerfeuer zu entfachen. Nachdem wir Mädels den arbeitenden Männern zu geschaut haben, ging es für alle noch einmal in das erfrischende Nass. Es war bereits später, wie spät weiß ich nicht, die Uhrzeit spielte die letzten Tage keine Rolle.


Der bunte Haufen!


Das kleine Lagerfeuer, um den selbst kreierten Grill zu befeuern.





Die Spitze des riesigen Lagerfeuers mit einem aufgespießten Tierschädel, den die Jungs gefunden haben ;)


Zur fortgeschrittenen Stunde, haben sich 3 Nationalitäten ins Bett bzw. in den Sand zum Schlafen begeben. Heißt eine Deutsche und immer noch zu viele Argentinier blieben übrig.  




Der nächste Morgen begann früh. Denn wenn ich schon mal am Strand schlafe, kann ich mir ja wohl auch den Sonnenaufgang gönnen! Oder?

Als alle wach wurden, ging es, weil es einfach zu schön ist, noch einmal ins Wasser :) Viel zu schnell verging die Zeit und wir machten uns auf zu den Autos. Denn an das Frühstück hatte keiner gedacht ;)