Am 18.09.2012 musste ich also auf der wunderschönen Insel Waiheke um 4.00 nachts aufstehen, um um 5.20 den Bus zur Fähre zu bekommen. Die setze dann um 6.05 über zurück nach Auckland City! Von hier ging es dann, mit etwas Verspätung, um 8.00 mit dem Stray-Bus los Richtung Norden! Auf dem Weg dorthin haben wir bei einem 800 Jahre alten Kauri-Baum gehalten!
Dies war ja schon recht beeindruckend. Aber dann folgte etwas noch viel Schöneres! In Whangerei haben wir bei einer Art Vogelauffangstation gehalten. Dort lebt ein Kiwi. Dieser Kiwi ist zahm, tagaktiv und lässt sich gerne streicheln!!!!!! Sooooooooooooo tooooooooolllllllll........und unerwartet!!!!!! Gerade einmal 2 Wochen in Neuseeland und schon das Symbol überhaupt gesehen und gestreichelt!



Robert hat uns viel von dem Kiwi-Bird erzählt. Er hat ein Bein verloren und wäre ohne menschliche Hilfe gestorben. Da die Kiwis vor dem Aussterben bedroht sind, ist dies eine sehr nützliche Einrichtung, um ihnen zu Helfen. Die Kiwis hatten keine natürlichen Feinde. Deshalb war es für sie nicht notwendig zu fliegen. Ihre Flügel entwickelten sich zurück. Doch die Europäer haben andere Tierarten eingeschleppt und diese stellen jetzt einen Feind dar. Um nicht die Evolutionsgeschichte auszugraben belasse ich es dabei ;) den Kiwis wird geholfen so gut es geht, damit die Neuseeländer ihren Spitznamen "Kiwis" beibehalten können! (geprägt durch den Kiwi-Vogel, nicht durch die Frucht!)
Weiter ging es nach Paihia! Dort habe ich für eine Woche in das Base-Hostel eingecheckt. Die Matratzen waren super bequem! So gut hab ich in den anderen Hostels nicht schlafen können. War aber auch nur Zufall, weil gerade ein Tag vorher eine Inspektion war und deshalb alle Matratzen ausgetauscht wurden. Diese Infos bekommt man beim Essen in der Gemeinschafts-Küche :)
Das war der Dienstag! Für den ersten Tag im Norden schon reichlich viel Erlebnisse!
Hier noch der Strand an dem man immer lang kommt, wenn man vom Hotel aus seine Tagestouren startet.
Am Mittwoch den 19.09. habe ich um 9.00 eine Boots-Tour gemacht! Mit NZ Explorers hat man das Versprechen, dass man Delphine sieht, wenn dies nicht so sein sollte, darf man noch einmal kostenlos mitfahren. An dem Mittwoch war es sehr bewölkt und die Delphine waren wahrscheinlich etwas faul sich zu zeigen! Oder das Wasser war ihnen zu still ;) auf jeden Fall haben sie sich nicht sehen lassen. Doch ein zweiter Höhepunkt, während der Fahrt durch die Bucht mit den vielen Inseln, ist das Loch im Felsen! Da das Wasser ruhig war, konnte man sogar hindurch fahren!
Das war alles total aufregend. Doch nach 3 Stunden draußen auf dem Boot war ich etwas durchgefroren. So bin ich unter Deck gegangen und hab eine heiße Schokolade genossen! Die können sie hier in Neuseeland sehr sehr gut :)
Um 13.00 bin ich von Bord der Dolphin-Cruise und habe mich auf den Weg gemacht zum mindestens 2 Kilometer entfernten Countdown! Doch der Supermarkt ist der "günstigste". Ich habe mir gedacht, dass ich gleich für die 6Tage einkaufe...joa und so bin ich mit beladenen und behangenen Rucksack und 9 Kilo Wasser-Flaschen auf dem Arm zurück zum Hostel gelaufen! Wenn das mal kein Workout war!....abgesehen vom Preis des Einkaufs, kostenlos ;)
Den Abend habe ich mit einem Strand-Spaziergang ausklingen lassen.
Der nächste Morgen war sehr schön sonnig! Passend für den geplanten Trip nach Russell. Nach 15 minütiger Fährfarht bin ich dort angekommen.
Russell war um 1840 auch bekannt als das Höllenloch des Pazifiks. Hier trieb sich das damalige "Gesindel" herum. Geflohene Sträflinge, Seeleute und raue Gestalten. Viel Alkohol und leichte Damen.... Das Tortuga aus Fluch der Karibik ist wohl ein guter Vergleich :)
Doch heutzutage ist es ein sehr schöner Ort. Vorallem ein schöner Urlaubsort. Hier steht die älteste Kirche Neuseelands, die Christ Church. Man sieht noch heute die Einschusslöcher von den Kriegen damals. (Die habe ich leider nicht fotografiert)
Auch die älteste Polizeistation findet man dort! Ein sehr sehr hübsches Häuschen. Mit extrem großem Baum daneben. (Ich bringe noch in Erfahrung, wie der Baum heißt!)
Danach ging es zum Flaggenmast-Hügel. Dort haben die Briten damals ihren Union Jack gehisst, um ihre Präsenz zu verdeutlichen. Hone Heke, einer der Maori-Häuptlingen ließ diesen Mast mehrmals fällen.
1840 wurde der Vertrag von Waitangi von den Briten und den einzelnen Maori-Häuptlingen unterzeichnet. Dieser sollte das Zusammenleben der einzelnen Maori-Stämme untereinander und mit den Europäern regeln. Doch durch unterschiedliche Auslegungen kam es recht schnell zu Auseinandersetzungen. Diese wurden auch die Neuseelandkriege genannt. (Weitere Infos
Für Geschichts-Interessierte)
Auf den Weg zum Long Beach gab es noch eine Abzweigung zu einer kleinen Bucht. Einfach mal vom Weg abkommen lohnt sich! Es war so wunderschön dort und so still!
Hier ist auch das Foto des Tages (20.09.2012) entstanden!
Dann habe ich mich auf gemacht zum Long Beach. Der wurde in jedem Reiseführer hochgelobt! Es hat sich wirklich gelohnt. Doch auch hier bin ich vom Wege abgekommen und an einem abgelegenen Teil gelandet. Diese unendlichen Weiten und diese Ruhe! Da fühlte sich auch das Schäfchen wohl!
Dann fing es leider wieder an zu tröpfeln. Da ich mein Laptop dabei hatte war es tatsächlich ein kleines Problem. Mich alleine hätte es ja nicht gestört. Mein Anhängsel hätte es aber nicht so toll gefunden nass zu werden. Also bin ich zurück zum Hafen. Dort hört es dann auf zu regnen und so habe ich mir noch ein leckeres Magnum-Eis gegönnt und bin dann wieder mit der Fähre nach Paihia zurück. Dort habe ich dann im Bett gelegen und Musik gehört :) ein wenig Entspannung auf der sehr sehr bequemen Matratze.
Am Freitag habe ich einen Spaziergang nach Waitangi gemacht. Dorthin, wo der Vertrag unterschrieben wurde. Mit dem Working Holiday Visum habe ich kostenlosen Eintritt gehabt. Dafür habe ich dann an einer Führung teilgenommen, um mein Englisch etwas zu verbessern. Doch auch wenn ich die Führung freiwillig gemacht habe und mich wirklich dafür interessiert habe, war es ziemlich langweilig.
Danach ging es noch einen 5 Kilometer langen Weg, oder sollte ich lieber sagen, Dschungel-Pfad entlang, zu den Haruru-Falls.
Es ging über Brücken, an Abhängen entlang. Mal waren die Pfade so eng, dass du oder die Leute, die dir entgegen kamen, warten mussten. Es war sehr aufregend. Das Vögelgezwitscher war sehr schön und dabei die wundersame Einsamkeit. Das Schäfchen ist zum Glück immer an meiner Seite! Und es hat sich gelohnt. Es war wunderschön dort. Auch wenn der Wasserfall jetzt nicht gerade hoch ist, war das tosen des Wassers sehr entspannend.
Sogar ein Regenbogen hat sich bilden können :) Der Hinweg war insgesamt ca.7 Kilometer lang. Da es schon recht spät war, dachte ich mir, nehme ich doch den kürzeren Weg zurück. Doch leider verlief der direkt an der Landstraße entlang. Es waren aufregende 4 Kilometer....und ich war nur froh, dass meine Eltern nicht an mir vorbei gedüst sind :) (ihr hättet bestimmt Herzattacken erlitten) aber no Risk no Fun ;)
Zurück in Paihia hab ich mir dann noch ein Stück Kuchen gegönnt. Nach einer schönen heißen Dusche und neuen Sachen bin ich noch mit Theres und Lisann, den Zwillingen, die ich in Brisbane kennen gelernt habe, noch ins Frank´s gegangen. Dort gab es sehr leckere Pizza!
Man kann sich ja auch mal was leckeres gönnen! Viel schöner war es, dass man nicht abwaschen musste :)
Ein sehr schöner Abend.
Wie bereits berichtet war ich ja am Mittwoch mit dem Boot in der Bucht unterwegs und habe einen Gutschein für eine weitere Fahrt bekommen. Diesen habe ich am Samstag in Anspruch genommen. Diesmal war den Delphinen das Wetter anscheinend lieber! Es war extrem stürmisch und es war starker Wellengang. Die Crew hat auch gesagt, dass es sein kann, dass wir es nicht noch einmal bis zum Hole in the Rock schaffen würden, da viele Passagiere auf der Fahrt Seekrank werden. Doch wir haben ganz viele Delphine beobachten können. Sie kamen ganz nah an die Boote heran, doch wirklich fotografieren konnte man nicht. Hier sind 2 Bilder wo man sie am besten sehen kann! Aber ganz ehrlich, dass muss man selber erleben!
Zum Glück habe ich mich noch rechtzeitig in den vorderen Teil des Bootes gesetzt. Denn im hinteren Teil haben alle nur noch nach den weißen Tüten fragen müssen....ich habe davon Gott sei Dank nichts mitbekommen!
Mir war der Tag noch nicht aufregend genug. So bin ich mit dem Intercity Bus noch nach Kawakawa gefahren. Das ist ein 17 Kilometer entferntes Dörfchen. In diesem lebte Friedensreich Hundertwasser bis zu seinem Tode im Jahr 2000. Hier hat er eine örtliche Toilette ganz in seinem Stil errichtet.
Außerdem gibt es hier den einzigen Vintage Railway Neuseelands. Die super schöne alte Dampflock fährt mitten durch das Städtchen.
Leider ist die längste kurvige hölzerne Brücke in der südlichen Hemisphäre (so hat mir das eine liebe alte Dame erklärt) nicht mehr befahrbar. Es müssen alle einzelnen Holzbalken ausgewechselt werden. Das kostet enorm viel Geld und so mussten mir wieder zurück fahren.
Nachdem ich zurück war und die Toilette noch einmal aufgesucht habe, hatte ich noch enorm viel Zeit ehe der Bus, zurück nach Paihia, mich abholen würde. Nun war mir auch klar warum mir die Frau, bei der ich das Busticket gebucht habe, gesagt hat, dass ich dort ganz viel Zeit haben werde und ich den früheren Bus zurück nehmen sollte. Hier war echt nichts los.....also so weit weg im nirgendwo, dass man kaum Menschen begegnet ist.....darauf war ich nicht so recht eingestellt und war etwas bedrückt, da noch nicht einmal die Natur überzeugen konnte. Doch auf dem Rastplatz wo ich abgeholt werden würde, stand ein Obstverkäufer. Der hat mich schon eine ganze Weile beobachtet. Als er langsam einpackte und ich immer noch da saß (es war nun schon ca. 1 Stunde vergangen) kam er auf mich zu und fragte, mich wo ich denn hin müsse. Er hätte mich auch mitgenommen....aber ich wollte ja schließlich nicht nach Kerikeri, noch so ein kleines Städtchen, sonder zurück nach Paihia. So hat er mir aber schließlich noch 2 Orangen gegeben. Das ist doch mal freundlich oder? Neuseeland halt! Das hat mich aufmuntern können und die letzte Dreiviertelstunde habe ich musikhörend auf den Bus gewartet. Zurück im Hostel war ich sehr froh endlich ins Bett zu können. Denn leider habe ich einen Schnupfen bekommen. Doch mit Nasenspray, guter Musik und dem japanischen Minzöl habe ich ihn innerhalb von 2 Tagen besiegt! Ich habe ja auch nicht so viele Taschentücher zur Verfügung gehabt ;) und Zeit hatte ich auch nicht dafür. So endete mein Samstag um 18.00 Uhr. Ganz gemütlich. Im bequemen Bett....ich weiß, dies erwähnte ich schon. Aber es ist echt nennenswert :)
Am Sonntag ging es dann um 7.30 in der Frühe los mit einem Bus, der vorne aussah wie ein Truck. Richtung Norden.
Jetzt komme ich auch zurück zu der Überschrift, dieses Eintrags. Weit Weit Weit weg...weg...weg....abgesehen mal davon, dass hier oben im Norden wirklich der Hund begraben liegt, ist es hier im absoluten Norden (geht das, wenn ich auf der Südhalbkugel unter dem Äquator bin *lach*?) nämlich am 90 Mile Beach (an der Tasmanischen See) und am Cape Reinga so unendlich atemberaubend, dass man gar nicht mehr weg wollte....aber weiter weg geht ja auch irgendwie nicht mehr. Oder? Naja ans andere Ende von Neuseeland eventuell noch, irgendwann, in einem Jahr schafft man wohl noch so einiges....vielleicht auch noch einmal hier ins weit,weit, weit weg weg weg zukommen :) Jetzt verwirre ich euch....schaut euch einfach die Bilder an, dann brauch ich nicht mehr weiter philosophieren...


Noch ein paar Informationen zum 90Mile Beach? Er ist tatsächlich nur 55 Milen, also ca.90 Kilometer lang aber 90 Mile hörte sich wohl schöner an...man kann mit dem Auto direkt am Wasser die ganzen 55 Milen lang fahren und die Weiten genießen! Viele halten auch an um zu angeln, spazieren zu gehen oder einfach loszurennen.
.....ist sie nicht niedlich? Die hat sich einfach so in der Sonne gesonnt ;)
....und wir haben einfach mal so Surfbretter umfunktioniert und waren Sandboarden! Das hat so viel Spaß gemacht...nur man musste eine ziemlich steile Düne hoch...klar wo sollte man denn auch sonst hinab sausen? Das Foto des Tages vom 23.09.gehört auch mit zu diesem Erlebnis! Ein netter Herr, der auch bei uns mit im Bus saß, hat mit seiner tollen Kamera noch weitere Fotos gemacht. So schnell es geht schickt er diese noch per Mail an mich. Es kommen also noch mehr Bilder, auf denen man noch mehr erkennt!
Nach dem Adrenalin-Kick ging es dann endlich zum Cape Reinga. Hier trifft die Tasmanische See auf den Pazifischen Ozean. Dies ist ein heiliger Ort der Maori. Sie glauben, dass hier die Seelen in die Weiten des Wasser mitgenommen werden und ihre Ruhe finden. Das Farbspiel konnte man nicht fotografieren. Es war wirklich wunderschön anzusehen. Hier der berühmte Leuchtturm. Der viel kleiner ist, als ich immer so dachte.
....oder sind ich und das Schäfchen so klein :)
Nach so einen aufregenden Tag bekommt man einen ganz großen Hunger. Es gab Fish&Chips. Sehr typisch für den neuseeländischen Norden! Und sehr lecker!
....man sollte wohl nur aufpassen, dass man nicht zu viel davon isst....ist nämlich ganz schön fettig :)